Snæfellsnes – Island

Einfach mal Ruhe – Snæfellsnes

Seitdem ich denken kann, ist für mich Ruhe und Einsamkeit die pure Erholung.
Jetzt lebe ich in der Großstadt, habe einen lebhaften Job (garantiert mit Ups- und Downs) und ein volles Freizeitprogramm. Ich suche die Herausforderung und mag den Trubel, aber manchmal muss ich dann einfach mal raus.

So eine raue, dünnbesiedelte Insel wie Island ist da, zumindest vor dem Ausgang der diesjährigen Fußball EM, genau das Richtige. Kein zu langer Flug, geradezu um die Ecke und trotzdem ganz was anderes.

Abseits vom Pub Crawling und Newcomer-Bands, feinem Essen und Einkaufsmöglichkeiten in Reykjavík und der touristisch eher amerikanisch erschlossenen Ringstraße, dem „Golden Circle“ (Riesenparkplatz, Fast-Food-Gastronomie, Informationszentrum: Einsteigen, Aussteigen, Fotomachen, Weiterfahren) , ist mein absoluter persönlicher Lieblingsort der Snæfellsjökull-Nationalpark auf der Snæfellsnes-Halbinsel.

Raues Klima, richtige Freiheit

Wir wollen im Snæfellsnes Nationalpark zwischen Hellnar und Hella Richtung Snæfellsjökull wandern.
Laut Reiseführer, gibt es einige Wanderwege, also ab ins Auto hin zum Einstieg.
Die Wege verlieren sich aber immer in den Moosgewächsen der ansteigenden Ebene Richtung Snæfellsjökull.
Die Wanderung querfeldein über’s Moos fühlt sich in so einem Nationalpark irgendwie verboten an. Und wer weiß, nachdem das Land oftmals sehr amerikanisch daherkommt, gibt es am Ende sogar eine saftige Strafe für das Verlassen der Wege?

Doch der Parkranger reagiert völlig verständnislos: „Nein, ich habe keine Karte der Wanderwege…Natürlich könnt ihr überall hingehen. Wo ihr wollt. Das ist doch die Natur.“

Isländische Freiheit.
Also suche ich mir einen Punkt an der unteren Grenze zum Snæfellsjökull und setze mir in den Kopf diesen auch zu erreichen. Über’s Moos steigen wir immer weiter hinauf. Einige Felsbrocken versperren den Weg. Die Augen suchen nach der besten Route zum Ziel. Natürlich wollen wir Kaminen und Felsspalten ausweichen.

Immer weiter hinauf. Beim Blick zurück erstreckt sich viel Land unter uns. Ganz am Horizont immer das Meer. Die Straße zwischen Hellnar und Hella nur selten befahren. Andere Wanderer treffen wir nicht.

Der Weg zurück geht sehr viel schneller: das Moos gibt unter den Füßen nach und mit jedem Schritt bounct man ins Tal.
Besser als die Gummibären-Bande!

Hier zur Karte der Halbinsel:
Snaefelsness-Halbinsel

Und zum derzeitigen Vulkanstatus auf der Insel:
Vulkanstatus

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